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Diakonat für Gemeindebedürfnisse PDF Drucken E-Mail
Montag, 1. Januar 2007
Gal 6,10: „Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber denen, die mit uns im Glauben verbunden sind.“

Was ist unsere Aufgabe?

In Abgrenzung zu den anderen Diakonen geht es darum, Bedürfnisse innerhalb der Gemeinde, also unter den Geschwistern hier zu stillen.
Dabei geht es mehr um praktische Hilfe und weniger um Seelsorge.

Die einzelnen Aufgabenbereich hatten wir in den Diskussionsrunden wie folgt definiert:

Arbeitslose

  • Praktische Hilfe zur Arbeitssuche
  • Bewerbungen
  • Vorstellungsgespräche
  • Finanzplanung

Asylanten

  • Rechtliches
  • Besuch bei Ämtern
  • auf "worst case" Szenario vorbereiten
  • Deutsch lernen

Finanzhilfe

  • wer ist akut in Not?
  • Ansprechpartner

Alleinerziehende

  • praktische Lebenshilfe
  • "need a break?"

Kranke & Behinderte

  • Ansprechpartner
  • rechtliche Lage, staatliche Unterstützung
  • Sicherheit in Gemeinde-Versammlungen
  • welche Selbsthilfegruppen gibt es in Berlin?

Senioren

  • Ansprechpartner
  • Rechtliches und Renten
  • Besuchsdienste

Wir machen diese Aufgabe ehrenamtlich und neben allem anderen, d.h. neben 40h Arbeit, Wolfgangs ehrenamtlicher Arbeit mit der Verwaltung bei HOPE, neben einem BK, unseren Familien, Hobbies usw. D.h. wir haben nicht unbegrenzt Zeit und bitten deshalb auch um Eure Geduld, wenn wir nicht alles und nicht alles sofort in Angriff nehmen können, was Ihr an uns herantragt. Aber es liegt uns sehr am Herzen, Euch zu helfen!

Was nicht zu diesem Diakonat gehört, vor allem mir, Gitti, aber aus persönlicher Erfahrung ans Herz gewachsen ist, ist der Umgang mit Trauer und Tod, wenn wir betroffen sind von schweren Krankheits- und Todesfällen in unseren eigenen Familien. Ich habe selbst meine Mutter vor 3 Jahren über mehrere Monate bis zum Tod begleitet und bin auch bei einigen der Senioren aus dem Seniorenzentrum am Sterbebett gesessen. Mit dem, was ich dabei gelernt habe, möchte ich Euch helfen, die Ihr in ähnlichen Situationen seit.

Generell geht es also um Notsituationen.
Dabei möchten wir natürlich persönlich helfen, sehen uns aber vielmehr auch als Vermittler zwischen denen, die Hilfe brauchen und denen, die genau in den Punkten Hilfe anbieten können. Oft wissen beide Seiten nichts voneinander, so dass die Hilfe nicht passiert und genau da wollen wir ansetzen, also Ansprechpartner sein.

Was ist schon passiert?

Nach und nach sind verschiedene Situationen an uns herangetragen worden, wo wir selbst helfen oder Hilfe vermitteln konnten, z.B. in finanziellen Dingen, oder auch einfach nur mal jemandem zuzuhören und ihn zu trösten.
Um überhaupt erst herauszufinden, welche Bedürfnisse da sind, haben wir auch mit vielen von Euch gesprochen, um „das Ohr auf dem Gleis“ zu haben, was denn in der Gemeinde los ist.
Wir haben Situationen, die wir kennen aufgeschrieben, um sie als Gebetsliste auch den Gemeindeleitern zu geben, damit sie in ihren Treffen beständig und ausführlich für diese Bedürfnisse beten können.

Was wollen wir tun?

Natürlich wollen wir involviert sein und wissen, was los ist, damit wir dann auch Hilfe anbieten können.
Aus den Gesprächen haben sich einige konkrete Dinge rauskristallisiert:

  • Hilfe für Arbeitssuchende in Form eines Treffens oder Workshops:
    o praktische Hilfe
    o Ermutigung und Erfahrungsaustausch
  • Zusammenarbeit mit der schon lange bestehenden SAM-Gruppe, die ja schon sehr viel Erfahrung mit besonderen Bedürfnissen hat
  • Umgang mit Trauer und Tod
    o Evtl. Workshop
    o Unterlagen erstellen aus einem sehr guten Buch eines amerikanischen Bruders, wo wir auch noch Hilfe suchen, bei einer Übersetzung oder zumindest Zusammenfassung

Was wünschen wir uns?

Am allermeisten: Eure Hilfe und Mitarbeit!
Erzählt uns von Euren Nöten!
Da wir keine Hellseher sind, können wir nur da helfen, wo wir auch Bescheid wissen.

Erzählt uns aber auch, wo Ihr anderen helfen könnt.
Da wir weder superreich noch Experten auf allen Gebieten sind, brauchen wir Euch:

  • Wenn Ihr Erfahrung habt mit
  • Jobsuche
  • Asylrecht
  • Rechtsfragen
  • finanziell gesegnet seid und andern in Notlagen helfen könnt.


Vor allem wünschen wir uns, dass in der Gemeinde ein Geist entsteht von gegenseitiger Hilfe und Anteilnahme.
Gal 6,10: „Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber denen, die mit uns im Glauben verbunden sind.“

Aus dieser Stelle ist für uns sehr klar, dass Gott sehr ernst in dieser Sache ist. Wir wünschen uns, dass wir alle mit offenen Augen durch die Gemeinde gehen und den Herzenswunsch haben, für einander da zu sein und zu dienen, um den Leib Christi aufzubauen.

Wir haben die Zuversicht, dass Gott uns in dem Prozess leiten wird und er dadurch auch die Gemeinde in eine gute Richtung führen wird.
Ihm sei die Ehre dafür!

Wolfgang & Gitti
 

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